Sexualberatung

Als "sexuelle Störung" wird häufig empfunden, wenn der eigene Körper nicht das tut, was man selbst oder die Partnerin/der Partner erwartet und für normal hält. Also z.B.

  • keine sexuelle Lust obwohl doch "alles in Ordnung" ist
  • keine Erektion obwohl die Partnerin doch attraktiv ist
  • keine sexuelle Erregung obwohl beide doch "alles richtig" machen
  • Vaginismus (=Scheidenkrampf) obwohl die Frau doch so gern den Partner in sich hätte
  • ein Orgasmus/Samenerguss obwohl man dies doch längst noch nicht will usw.

Sexualberatung und Sexualtherapie unterstützt darin, diese körperliche Sprache zu entschlüsseln und nach Veränderungen zu suchen. Sie arbeitet manchmal mit "Übungen", manchmal mit "Hausaufgaben", manchmal mit Literatur-Vorschlägen - immer aber mit Verständnis und ohne Druck!

Wir arbeiten in diesem Bereich etwas anders als üblich: zu Beginn jeder Sitzung bitten wir Sie, einen Bogen auszufüllen, der deutlich machen soll, wie es Ihnen geht. Und am Ende jeder Sitzung bitten wir Sie um Rückmeldung dazu, wie Sie die Sitzung erlebt haben. Beide Bögen sind sehr schnell auszufüllen und helfen uns dabei, unser Vorgehen auf Sie einzustellen. In einer Reihe von Untersuchungen hat sich ein solches Vorgehen als deutlich wirksamer erwiesen als Sitzungen ohne ohne so ein Erheben und ohne eine solche Rückmeldung.

Für diejenigen, die es genauer wissen möchten:

Zur Illustration wie Sexualberatung ablaufen kann, hier ein Artikel "Eine systemische Paartherapie bei sexueller Lustlosigkeit".